Über den Theel-Prims-Erlebnisweg nach Conny Hill und zum Kaltenstein

Die Stadt Lebach und der Alpenverein Saarbrücken laden am Sonntag, dem 24. September 2017, zu einer ca. 16 km langen Wanderung auf dem Theel-Prims-Erlebnisweg nach Conny Hill und zum Kaltenstein auf dem Hoxberg ein. Start der Wanderung ist um 10:30 Uhr beim Gasthaus Piräus, Dillingerstr. 68, 66822 Lebach.P1060479

Die Wanderung führt zunächst nach Knorscheid zur Luciakapelle mit seinem bedeutenden hölzernen Barockaltar. Die hl. Lucia ist mit einem Dolch im Hals zu erkennen, während die hl. Barbara lediglich die Attribute Kelch und Schwert zeigt. Der Gründer des Prämonstratenserordens, der hl. Norbert von Xanten, ist im Kleid des Erzbischofs dargestellt.

Danach geht es bergauf auf den Hoxberg zum Aussichtspunkt Conny Hill. Von hier sehen wir links die Bergehalde Duhamel bei Ensdorf mit dem Saar-Polygon, das als weithin sichtbares Zeugnis des seit über 100 Jahren in Ensdorf betriebenen Kohlebergbaues  aus der Ebene des Saarlouiser Beckens hervorragt. Die Bergehalde ist mit 150 Metern die höchste Halde im Saarland. Sie wird seit dem 7. Juni 2016 von dem ca. 30 Meter hohen Saarpolygon gekrönt. Die 55 t schwere Brücke, die die beiden Schrägtürme miteinander verbindet, ist 35 m lang. Die begehbare Großskulptur, entworfen vom Berliner Architekten-Duo Katja Pfeiffer und Oliver Sachse, soll voraussichtlich im September eingeweiht werden. Der Bergbau-Erbe-Verein setzt damit dem im Juni 2012 beendeten Jahrhunderte währenden Bergbau im Gebiet des heutigen Saarlandes ein bleibendes und in die Zukunft gerichtetes Denkmal.

Im Südwesten sehen wir bis zum Europadenkmal in Berus, das auf Anregung des europäisch denkenden saarländischen Politikers Helmut Bulle von 1966 bis 1970 errichtet und am 24. Mai 1970 enthüllt wurde.

Es ist eine Konstruktion aus zwei 16 m hohen, senkrecht und parallel nebeneinander angeordneten Betonplatten, die im oberen Teil durch ein Bündel Rundstahl miteinander verbunden sind, was auf die gemeinsame Vergangenheit der Region Saarland / Lothringen als Montanstandort hinweisen soll. Im unteren Teil befindet sich eine Aussichtsplattform, von der der Blick sowohl ins Tal der Saar als auch nach Frankreich hinein reicht.

Das Denkmal ist drei weithin bekannten Europäern (Robert Schuman, Konrad Adenauer und Alcide de Gasperi) gewidmet; außerdem werden mit dem Denkmal zwei weitere Mitbegründer der Europäischen Gemeinschaft (Joseph Bech und Paul-Henri Spaak) gewürdigt.

1950, fünf Jahre nach Kriegsende und nur ein Jahr nach Gründung der BRD, glaubte der Lothringer Robert Schuman – damals französischer Außenminister – den Schlüssel für einen „Ewigen Frieden“ in Europa gefunden zu haben. Sein Vorschlag vom 9. Mai 1950, die „Gründungsurkunde“ der Europäischen Gemeinschaft schlechthin, war inspiriert von einer – von Bundeskanzler Adenauer willkommen geheißenen – Idee: Europa, das über die Jahrhunderte ein Schlachtfeld so vieler Kriege gewesen war und ein Friedhof für Millionen von Menschen wurde, kann Frieden nur finden, wenn den Nationalstaaten die Verfügungsgewalt über ihre Kriegsmittel (Montan-, Schwer- und damit Waffenindustrie) genommen und einer gemeinsamen (europäischen) Institution unterstellt würde.

In Würdigung der Verdienste des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer haben die Gebrüder Bonnaire aus Körprich diesen Ort 1973 kurzerhand „Conny Hill“ genannt.

Nach einer Rast wandern wir Richtung Hoxberg auf dem Kaltensteinpfad zum Naturdenkmal Kaltenstein. Das sind zwei riesige Steinblöcke. Der Volksmund sagt, dass unter diesen Steinen in einer Höhle riesige von Zwergen bewachte Schätze versteckt seien. Er sagt aber auch, dass hier früher zu Keltenzeiten Menschenopfer dargebracht worden seien – ein wahrlich geheimnisvoller Platz.

Von dort geht es weiter zum Panoramablick über Lebach bis nach Höchsten und zum Schaumberg.

Nach einer kleinen Rast wandern wir bergab zurück zu unserem Parkplatz nach Lebach.

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